Rheinpfalz: Der traurige Ernst

Lokalsport

Der traurige Ernst

Motorsport: Erik Bachhuber gewinnt in Herxheim – B-Junior Kleiner wohl wohlauf

Von Joachim Rieder

Herxheim. Es war ein nervenaufreibender Renntag gestern im Herxheimer Waldstadion. Nach 35 Rennläufen und einem Stechen fanden die Deutschen Jugend-Speedway-Meisterschaften gegen 18 Uhr ihr Ende. In insgesamt drei Klassen wurden die besten Nachwuchsbahnsportler gesucht.

Im vorletzten Lauf rutschte Marvin Kleinert so unglücklich in Führung liegend aus, dass er mit dem Krankenwagen zur weiteren Untersuchung ins das DRK-Heim gebracht werden musste. Die Veranstaltung war knapp eine Stunde unterbrochen. Die Teilnehmer des abschließenden Endlaufes der Junioren C (250 ccm) waren sichtlich angespannt hinsichtlich der langen Wartezeit.Nach vier gewonnen Läufen lag Erik Bachhuber (Olching) mit einem Punkt Vorsprung vor dem Favoriten Ben Ernst (Güstrow) knapp in Führung. Mit seinem Sieg im Endlauf erzwang Ernst ein Stechen um den Meistertitel, da beide auf 14 Punkte kamen. Der Startplatz für das Stechen wurde ausgelost und der Vorteil schien aufseiten von Ernst zu sein, da er den inneren, vermeintlich besseren Startplatz wählen konnte. Seine Rechnung schien aufzugehen. Ernst setzte sich nach dem Start vor Bachhuber. Doch dann griff Bachhuber außen fahrend an und sicherte sich die Führung, die er in den letzten Runden nicht mehr abgab.

„Ich musste alles riskieren, aber es gelang und ich freue mich riesig über meine ersten 250er-Titel“, so der glückliche Sieger. Ernst macht seinem Namen dann alle Ehre, er konnte sich nicht mit dem zweiten Platz zufrieden geben, was sein Gesichtsausdruck bei der Siegerehrung und ein wortkarges Interview verriet. Als Dritter auf dem Podest freute sich Jonny Wynant (Cloppenburg).

Mit sechs Punkten und Platz sechs rief Leon Krusch (MSV Herxheim) eine konstante Leistung ab.

Der Kleinste war bei den Junioren B (125 ccm) einfach der Schnellste. Fünfmal überquerte der Münchner Patrick Hyjek als Erster die Ziellinie. Der zwölfjährige Bayer mit polnischen Wurzeln konnte damit seine Titel aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigen. Lediglich im Finale musste er dem Zweitplatzierte, Bruno Thomas (Teterow), einen Punkt abgeben. Dritte wurde Luca Kastner (MSC Olching).

Hier kam es im Endlauf zu dem Sturz von Marvin Kleiner, der gestern Abend nach eingehenden Untersuchungen mit seinem Team Herxheim verlassen konnte.

Tim Widera (MSV Herxheim), der sich in seinem ersten Jahr schon für diese Meisterschaft qualifizieren konnte, kam auf zwei Punkte und konnte jede Menge Erfahrung sammeln.

Bei den Junioren A (50 ccm) konnte sich der Jahresbeste, Magnus Rau (Leipzig), verdient den Titel sichern. Auf den Plätzen folgten Carl Wynant (Cloppenburg) und Thies Schweer (Dohren), zwei norddeutsche Nachwuchsdrifter. Für Tajo-Nicolas Groh (MSV Herxheim) hingen die Trauben etwas zu hoch, seine Ausbeute: zwei Punkte.

Die Veranstaltung wurde von einem professionellen Kamerateam begleitet und soll in Kürze in einer 30-minütigen Zusammenfassung, kommentiert von dem ehemaligen Aktiven Christian Hefebrock und Celina Liebmann (MSVH), auf Youtube zu sehen sein. Zu einem durchweg positiven Fazit kam Rennleiter Joachim Ohmer: „Der Nachwuchs hat uns in allen Klassen hervorragend Sport geboten und war sehr diszipliniert. Die Zeitverzögerung durch den Sturz ist ja nicht vorherzusehen. Die Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der Deutschen Motorsport-Jugend gestaltet mehr als angenehm.“

Quelle

Ausgabe Die Rheinpfalz Pfälzer Tageblatt – Nr. 209
Datum Montag, den 9. September 2019
Seite 17
Von |2019-09-11T10:05:45+01:00September 10th, 2019|Aktuell|Kommentare deaktiviert für Rheinpfalz: Der traurige Ernst